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Nachhaltige Verpackungen

Plastik flutet sprichwörtlich unsere Meere und bedroht sensible Ökosysteme. In Deutschland fallen pro Kopf etwa 220,5 Kilo Verpackungsmüll und 38 Kilo Plastikmüll an. Weit mehr als in anderen europäischen Ländern. Daher liegt uns das immer dringlicher werdende Thema Ressourceneinsparung und Vermeidung von Verpackungs- und Plastikmüll sehr am Herzen.

Nachdem oft aus Transport-, Lager- und Aromaschutz-Gründen noch mit Plastikverpackungen/-Inlinern gearbeitet wird, versuchen die Fairhandelshäuser verstärkt auf gut recycelbare (wie z.B. Mono-Materialien) oder pflanzliche Alternativen (wie Cellulose) zurückzugreifen. Sie informieren transparent über ihre Fortschritte auf dem Weg hin zu einer verpackungsärmeren Zukunft.

Kartonagen aus Gras- und Altpapier

Die Kartonagen von El Puente bestehen aus recyceltem Papier. Ab Januar 2020 nutzen sie für zwei Formate Kartons aus 30 % Gras- und 70 % Altpapier. Gras ist ein besonders nachhaltiger und schnell wachsender Rohstoff. Die Herstellung der Kartons erfolgt klimaneutral. Die Kartonagen wurden schon seit längerem für den Versand optimiert: Sie haben mehrere Rillenfächer, mit denen die Größe des Pakets angepasst werden kann. Dadurch ist weniger Füllmaterial nötig.

Kaffeverpackung

Die neuen Kaffee-Tüten enthalten keine Aluminiumschicht mehr, bieten aber dennoch vollen Aromaschutz. Statt Aluminium wird überwiegend eine recycelbare Folie mit einer Sperrschicht aus aufgedampftem Alkohol verwendet.
Die Verpackung des GEPA-Kaffees besteht seit 1997 aus einer recycelbaren aromaschutzverstärkten Polypropylen-Polythylen–Kombination und enthält keine Aluminiumsschicht. 

Derzeit arbeiten die Gepa-Handelspartner beim im Ursprungsland verpackten Kaffee noch mit alubeschichteter Folie, da ihre Verpackungsmaschinen nur darauf ausgerichtet sind. Dies ist ein Beispiel dafür, wie man immer wieder auch zwischen unserem entwicklungspolitischen Anspruch und der Zielsetzung möglichst umweltschonender Verpackungen abwägen muss. Wir gehen mit unseren Partnern mit den Projekten „Röstkaffee aus dem Ursprung“ neue Wege. Das heißt, wir begeben uns in einen gemeinsamen Prozess der Weiterentwicklung. Voraussetzung sind hier auch ausreichende Abnahmemengen des Röstkaffees. Wenn hier die Bestellungen steigen, kann die GEPA zusammen mit ihren Partnern das Thema Verpackung angehen und neue Lösungen entwickeln.


Durch das teilweise kleinere Format der Tüten konnte auch der Materialverbrauch und der Transportaufwand gesenkt werden. So wurden z.B. die meisten 500g-Tüten um ca. 10mm in der Höhe gekürzt. Alleine dies spart jährlich über 300 Quadratmeter Verpackungsfolie ein.

 

Schokoladenverpackung

Die Gepa verwendet in ihren Schokoladen eine Folie aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen mit einer besonders hohen Barriere gegen Migration von Fremdstoffen wie Mineralölrückständen. 

Wir verwenden Frischfaser-Verpackungen mit ausschließlich wasser- und lösungsmittelbasierenden Farben. Es sind also keine Farben enthalten, die auf Mineralölbasis hergestellt worden sind.

Teebeutel

Ohne Folie geht es nicht, denn nur eine Verpackungsfolie mit einer guten Sperrschicht kann verhindern, dass Mineralölrückstände aus Lebensmittelverpackungen in das Produkt gelangen können. Aber: Folie ist nicht gleich Folie. Die Aromaschutzfolie der Teebeutel besteht zu 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und hat mehrere Vorteile:

  • Es handelt sich um FSC-zertifizierten Holzzellstoff

  • Die Folie schützt das Teearoma besser als Papier

  • Die Folie bietet eine bessere Barriere gegen Feuchtigkeit, Sauerstoff oder potentielle Fremdstoffe wie Mineralölrückstände

Entsorgung

Biokunststoffe müssen bis heute im Restmüll oder in den gelben Säcken/gelbe Tonne entsorgt werden. Laut Bioabfallverordnung dürfen Verpackungsfolien per Definition nicht in der Biotonne entsorgt werden. Dies betrifft auch kompostierbare Folien aus Biokunststoff. Grund: Abfallbetriebe sind zurzeit noch nicht flächendeckend - auch aufgrund der geringen Mengen - in der Lage, Biokunststoffe von herkömmlichen Kunststoffen zu trennen.

Warum sind einige Handwerksprodukte in Plastik verpackt?

Die Verpackung soll die Produkte optimal bei Transport und Lagerung schützen. Schwund und Verschleiß sollen ausgeschlossen werden. Deshalb kann beispielsweise Kunsthandwerk nicht wie Reis im Bulk (großer Sack) angeliefert werden, da die Gefahr besteht, dass es kaputt gehen könnte.

Die Fairhandelshäuser bemühen sich, die Wertschöpfung so weit wie möglich im Ursprungsland zu belassen. Die Wahl des Verpackungsmaterials hängt dann aber häufig von der Verfügbarkeit im Ursprungsland ab. Oft ist Plastik dort leicht verfügbar und kostengünstig. Wo es möglich ist, wird bereits auf Verpackung verzichtet, z.B. bei Körben.

Manchmal ist es jedoch nicht möglich, auf Plastik zu verzichten. Beispielsweise muss ein kleines Specksteinherz mit einem „Hangtag“ versehen sein. Die aufgedruckte Artikelnummer muss von außen sichtbar sein, damit es im Lager einfach zu kontrollieren und kommissionieren ist. Das ist bisher nur mit Plastikverpackung möglich.

Da die ökologische Problematik von Plastik-Verpackung bewusst ist, wird gemeinsam mit den Produzenten nach einer langfristigen Lösung gesucht.

Einsatz von Großverpackungen

Warum Großpackungen? Mit den Großpackungen von Weltpartner z.B. für Kaffee in 5 kg-Plastiksäcken sparen Sie bis zu 96 Prozent Verpackungsmüll, Kartonage und Plastik im Vergleich zur Kleinpackung ein. Gleichzeitig können die Großpackungen preisgünstiger an die Kunden weitergegeben werden, da arbeits- und ressourcenintensive Umfüllungen entfallen.

Zumeist wird dies für Gaststätten oder größere Einrichtungen, nicht aber für den Privatkunden eine Option sein.

Eine Idee, die sich langsam durchsetzt, lotet die Möglichkeiten aus, auch im Weltladen Waren als lose Schüttware anzubieten. Hier gibt es bislang schon Pilotprojekte in größeren Weltläden. Aus hygienischen und logistischen Gründen ist aber für Läden mit geringerem Umsatz eine Grenze der Machbarkeit vorhanden.

Die Angebote der Fairhandelshäuser müssen in diesem Bereich erst noch umsetzbare Konzepte entwickeln.