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Kaffee aus dem Ursprungsland

Dreimal so viel Geld bleibt im Ursprungsland

 

 

Fast dreimal so viel Geld gegenüber kommerziellen Kaffees bleibt bei den Bio-Röstkaffees aus Honduras, Guatemala und Ruanda vor Ort und bei unseren Partnern in den jeweiligen Ländern. Denn dadurch, dass die Mitglieder von APROLMA, FEDECOCAGUA und MUSASA den Kaffee selbst rösten und verpacken, erhalten sie nicht nur faire Preise und Bio-Prämien – sondern insgesamt einen höheren Preis für ihr eigenes, regalfertiges Produkt. 

Ganz anders als bei kommerziellem Kaffee, der nur zu Weltmarktpreis und als Rohware eingekauft wird – Röstkaffee aus dem Ursprung ist auf dem Weltmarkt immer noch eine Ausnahme!

Vor Ort geerntet, geröstet, verpackt bei MUSASA & Rwashoscco

Rohstoffe importieren und die weiterverarbeiteten Produkte mit gehörigem Mehrwert exportieren – so läuft es normalerweise, auch beim Kaffee. Für die GEPA dagegen ist „fair“ schon immer „mehr“: Wertschöpfung in den Ursprungsländern zu fördern zählt zu unseren Hauptzielen seit unserer Gründung: Ca. 40 GEPA-Lebensmittel-produkte werden komplett im Herkunftsland hergestellt und verpackt. Auch in Sachen Röstkaffee aus dem Ursprungsland waren wir Pionier: vor über 20 Jahren mit dem „Café Auténtico“ aus Costa Rica.

Seit Oktober 2019 ergänzt unser in Ruanda geröstete Kaffee „Bio Café MUSASA“ von der Genossenschaft MUSASA Dukundekawa die „MehrWertFürAlle“-Reihe. In Ruanda unterstützt die GEPA außerdem die Bio-Zertifizierung der Rösterei Rwashoscco, die den Kaffee MUSASA herstellt.


Die Zusammenarbeit entstand in Kooperation mit dem Berliner Start-Up „Kaffee-Kooperative.de“, die das Ziel hat, den Kaffeemarkt durch den Vertrieb von im Anbauland gerösteten Spezialitätenkaffee zu revolutionieren. Die gesamte Wertschöpfung bleibt demnach vor Ort und die lokale Wirtschaft wird damit gestärkt. Die „Kaffee-Kooperative.de“ importiert seit 2016 fairen Röstkaffee von MUSASA.

Starkes Team – bei der Rösterei Rwashoscco steht der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund. V.l. Verpackungsmanager Benjamin Nyandwi, Röster Adalbert Kuramugabo, Kaffeetesterin Emertha Mukabavugirise und Produktionsmanager Arcade Ntihinyrwa. Foto: GEPA – The Fair Trade Company/C. Nusch

APROLMA: Kaffeebäuerinnen werden zu Röstmeisterinnen

APROLMA, unser Partner in Honduras, ist eine reine Frauenkooperative – das ist selten auf dem internationalen Kaffeemarkt. Die Mitglieder gründeten 2013 den ersten Frauenverband in Honduras, um sich für ihre Rechte einzusetzen. Die Geschichte der Frauen in der Kooperative ist häufig von Problemen wie häuslicher Gewalt geprägt. Mit Anbau und Weiterverarbeitung ihres hochwertigen Kaffees erkämpfen sie sich mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Auf dem Weg zum gemeinsamen Kleinunternehmen

Ihr Bio-Arabica zählt zu den besten des Landes. Um den Produzentinnen mehr Wertschöpfung vor Ort zu ermöglichen, haben GEPA und APROLMA gemeinsam das Röstprojekt gestartet. Insgesamt zwölf Frauen haben sich weitergebildet und alle Arbeitsschritte erlernt, die dafür notwendig sind – von Rösten über Qualitätssicherung bis hin zu Verpacken und Etikettieren. Dies sorgt für mehr Beschäftigung – in der Kooperative und in den Zulieferbetrieben. Das Wissen und die Kompetenz entstehen so vor Ort ganz neu. Die Frauen sind auf dem Weg zum gemeinsamen Kleinunternehmen, um ihren Kaffee von der Bohne bis zum Endprodukt selbst zu produzieren. Mehr Einkommen durch den Fairen Handel und jetzt durch das Röstprojekt bietet auch Kindern neue Chancen durch eine bessere Schulbildung.

Magali Aguilar hat sich im Rahmen des Röstprojekts bei APROLMA zur Röstmeisterin fortgebildet. „Ich bin sehr glücklich mit dem Projekt. Ich denke, das wird für unsere Familien ein Schritt nach vorne sein.“ Auf ihrem eigenen Grundstück baut sie Kaffee an, in dem neuen Projekt ist nicht nur das Rösten ihre Aufgabe, sondern auch Verkostung. Mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt sie zurzeit bei ihren Schwiegereltern. Foto: GEPA - The Fair Trade Company/A. Welsing