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Fairer Handel

„Der Faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt…“ (International abgestimmte Definition).

Seit über 40 Jahren zielt der Faire Handel darauf ab, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen am Anfang der Lieferketten in den Ländern des globalen Südens zu verbessern, ihre politische und wirtschaftliche Position zu stärken und durch einen fairen Preis ihre Eigenständigkeit sowie ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu fördern.

Mit einem attraktiven Produktangebot zeigt der Faire Handel, wie man unter Berücksichtigung sozialer, aber auch ökologischer Kriterien erfolgreich sein kann. Er schafft Perspektiven für Menschen, stabilisiert und verbessert die lokale Infrastruktur (Gesundheitsversorgung, Schulen) und zielt mit seiner politischen Arbeit darauf ab, die Regeln des Welthandels gerechter zu gestalten. So kann er auch dazu beitragen, die Ursachen von Landflucht und Migration abzubauen.

Mehr als 100 000 Menschen engagieren sich in Deutschland im Fairen Handel und erreichen momentan ca. 2,5 Millionen Menschen, die im globalen Süden in kleinbäuerlichen Kooperativen eine Entwicklungsperspektive durch langfristige Handelsbeziehungen mit dem globalen Norden gefunden haben.

 

Ein Beispiel für die Kriterien einer nachhaltigen Handelsbeziehung liefert „Gepa fair +“:

„fair+“ heißt für uns: Wir leisten in vielen Bereichen mehr, als die allgemeinen Fair-Handelskriterien verlangen. Dabei möchten wir die globale Abwärtsspirale auf der Suche nach dem billigsten Produkt immer wieder neu durchbrechen. Produkte höchster Qualität wie Kaffee, Tee, Honig, Schokolade oder Handwerk stehen bei uns im Mittelpunkt – genauso wie die Wertschätzung für die Arbeit unserer Partner.                  

  • Von allem nur das Beste: Erlesene Zutaten und strenge Qualitätsanforderungen machen jedes Produkt einzigartig.
  • Bio und fair: 78 Prozent stammen aus geprüft ökologischem Anbau.
  • Gentechnikfrei: Gentechnik lehnen wir grundsätzlich ab. Wir verzichten etwa in Schokoladen bewusst auf Emulgatoren wie z. B. Sojalezithin, die gentechnisch verändert sein können.
  • Umweltschonende Verpackung: Unsere Verpackungen sind recyclingfähig oder bestehen aus Recyclingmaterial und sind überwiegend alufrei. Für unsere Teebeutel setzen wir eine Aromaschutzfolie aus über 90 Prozent nachwachsenden Rohstoffen ein.
  • Rundum fair: Mit „Nord“-Produkten wie fairer Biomilch in Schokoladen kommen wir unserem Ziel von mehr Fairness in der Lieferkette näher.
  • Faire Preise: Wir bezahlen fair und liegen damit bei vielen Produkten nicht nur weit über Weltmarktpreis, sondern auch deutlich über den allgemeinen verbindlichen Mindeststandards des Fairen Handels. Unsere Kaffeepartner erhalten beispielsweise zusätzlich Länder- und Qualitätszuschläge.
  • Vorfinanzierung ist für uns selbstverständlich: Wir geben unseren Partnern eine Vorauszahlung als eine Art zinsgünstigen Kredit, bevor wir von ihnen die Ware erhalten. Diese andere Art zu handeln, beruht auf gegenseitigem Vertrauen und gelebter Partnerschaft.
  • Zukunft für Kinder: Ausbeuterische Kinderarbeit ist im Fairen Handel verboten. Wenn Eltern durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen mehr verdienen, haben Kinder bessere Chancen. Schulbesuch und Gesundheitsvorsorge für Kinder werden häufig aus unseren Mehrpreiszahlungen finanziert. Unser Partner Tea Promotors India hat mit Unterstützung der GEPA zum Beispiel eine Schule im Teegarten aufgebaut, die Bildung für Kinder in der gesamten Region möglich macht.
  • Verpackung im Süden: Wir wollen mehr Einkommen im Ursprungsland schaffen: Tee, Mangos, Datteln, Mascobado-Vollrohrzucker, Reis, Nüsse, Wein, Marmeladen, Chutneys, Quinoa-Pops, Bananen-Chips oder Kokosmilch lassen wir zum Beispiel in den jeweiligen Ländern abfüllen und verpacken. Das schafft dort zusätzliche Arbeitsplätze.
  • Beratung: Wir unterstützen bewusst neue, oft kleine Organisationen, die durch die Weltmarktstrukturen benachteiligt sind. Wir öffnen ihnen die Tür zum Export, beraten sie bei der Bio-Umstellung und stabilisieren sie in dieser Übergangszeit durch die Garantie, ihre Produkte einzukaufen. Handwerksorganisationen beraten wir bei Produktqualität, Sortimenten und Design. Das hilft ihnen, sich auch im konventionellen Markt zu behaupten.